ELR-Ausschreibung 2018

11.07.2017

Neben dem Schwerpunkt in den Ortskernen werden Im ELR 2016 auch Wohngebäude in Siedlungen aus den 60er Jahren gefördert.

ELR

Das Land Baden-Württemberg bietet auch im Jahr 2018 wieder ein breites Förderangebot, um die Wirtschaftskraft und die allgemeine Dorfentwicklung im Ländlichen Raum zu unterstützen.

Ziel der Programmausschreibung 2018 ist es, Impulse zur Nutzung innerörtlicher Flächen zu setzen. Studien zum Thema Wohnraumbedarf in Baden-Württemberg gehen auch im Ländlichen Raum in den nächsten Jahren von steigen den Bevölkerungszahlen aus.
Die Schaffung von zeitgemäßem und bezahlbarem Wohnraum ist gegenwärtig in den Städten und Gemeinden eine der zentralen Herausforderungen. Der Grund- satz "Innenentwicklung vor Außenentwicklung" muss dabei in der kommunalen Baulandpolitik zum Regelfall werden. Gute innerörtliche Bausubstanz muss erhalten und zu zeitgemäßem Wohnraum umgebaut werden. Baufällige Gebäude hingegen können weichen und Platz für Neues schaffen. Deshalb werden im ELR 2018 prioritär Investtionen privater Haus- und Wohnungsbesitzer gefördert. Nach den guten Erfahrungen
in 2017 werden auch im Jahresprogramm 2018 die Hälfte der zur Verfügung stehenden Fördermittel für den Schwerpunkt "Wohnen" eingesetzt. Ausnahmen für einzelne Landkreise z.B. wegen demographischer oder struktureller Aspekte sind zu begründen. Das ELR konzentriert sich auf Innentwicklung und Bestandsgebäude.

NEU: auch Siedlungen aus den 60er Jahren werden gefördert

Dabei wird der Bereich der förderfähigen Innenbereiche ausgedehnt und schließt auch Siedlungsflächen aus den 60er-Jahrendes vergangenen Jahrhunderts ein, sofern diese mit der Ortsmitte zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf nachweisen.

Gefördert wird vor allem die Umnutzung leerstehender Gebäude, z.B. von ehemaligen landwirtschaftlichen Ökonomiegebäuden zu Wohnungen.

Förderfähig sind sowohl durch den Antragsteller oder Verwandte ersten und zweiten Grades eigengenutzte Wohnungen (Umnutzung, Modernisierung und Neubau) als auch Mietwohnungen zur Fremdvermietung (Umnutzung und Modernisierung). Projekte im Bestand, die ausschließlich Mietwohnungen oder neben eigengenutzten Wohnungen mehr als eine Mietwohnung enthalten, sind beihilferechtlich als „marktrelevant“ zu betrachten. Weiterhin nicht zuwendungsfähig sind Mietwohnungen zur Fremdvermietung in Neubauvorhaben.

Mit dem ELR soll die Anwendung ressourcenschonender Bauweisen unterstützt werden. Wer bei privaten Wohnbauprojekten eine innovative Verwendung von Holz in der Tragwerkskonstruktion (z.B. Holz- Beton, Holz- Glas) aufzeigt, kann eine erhöhte Förderung erhalten.

Bei Umnutzung von Gebäuden zur Schaffung von Wohnraum beträgt der Fördersatz bis zu 35%, max. 55.000 Euro pro Wohnung (Nr. 6.2.1.1 ELR) , bei umfassender Modernisierung und bei ortsbildgerechten Neubauten bis zu 35%, max. 25.000 Euro pro Wohnung (Nr. 6.2.1.2 ELR). Um die innerörtliche Entwicklung in Gang zu bringen, muss häufig zu erst Platz für eine nachfolgende Neuordnung und Bebauung geschaffen werden. Zur Aktivierung innerörtlicher Flächen unterstützt das ELR deshalb Zwischenerwerb, Abbruch und Neuordnung.


Förderschwerpunkte:

1. Wohnen:
Erhaltung und Stärkung der Ortskerne insbesondere durch
- Umnutzung vorhandener Bausubstanz (z.B. landwirtschaftliche Gebäude) zu Wohnnutzung; Fördersatz 30%, max. 50.000 Euro je neu geschaffener Wohneinheit
- Maßnahmen zur Erreichung zeitgemäßer Wohnverhältnisse (umfassende Modernisierung, Fördersatz 30%, max. 20.000 Euro je Wohneinheit
- Ortsbildgerechte Neubauten in Baulücken, Fördersatz 30%, max. 20.000 Euro je Wohneinheit)
- Neuordnung mit Baureifmachung von Grundstücken (z.B. Abbruchmaßnahmen), Fördersatz 30%, max. 100.000 Euro

Bei innovativer Holzbauweise: Zuschlag von bis zu 5% bzw. bis zu 5.000,-- Euro.

Eine Förderung von Mietwohnungen ist mit einem Fördersatz von 10 bzw. 15% möglich.


2. Gewerbe:
Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen zum Erhalt der dezentralen Wirtschaftsstruktur sowie zur Sicherung und Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen vor allem in Verbindung mit der Entflechtung unverträglicher Gemengelagen, der Reaktivierung von Gewerbe- und Militärbrachen, einschließlich vorbereitender Maßnahmen wie Baureifmachung von Grundstücken und die dazu notwendige innere Erschließung von Gewerbegebieten.
• Erweiterung und Neuansiedlung von Unternehmen, Fördersatz 10%, max. 200.000 Euro.
• Verlagerung von Unternehmen aus Gemengelagen (Fördersatz 10-15%, max. 200.000 Euro.
• Reaktivierung einer Brache (mit Beihilferelevanz), Fördersatz 10-15%, max. 200.000 Euro.
Die Aufnahme dieser Projekte in das Jahresprogramm steht unter dem Vorbehalt einer Einzelfallprüfung im Rahmen des Bewilligungsverfahrens durch die L-Bank. Dabei wird u. a. die Vermögens- und Ertragslage der Antragsteller (Unternehmen und Unternehmer) geprüft.

ELR-Antragsfrist 30.09.2017:
Die Anträge sind über die Gemeinde Hohentengen zu stellen. Die Unterlagen sind fristgemäß und vollständig einzureichen. Die Antragsfrist ist am 30.09.2017. Da die Antragsunterlagen mit Projektbeschreibung, Plänen und Kostenschätzung sorgfältig vorbereitet werden müssen, bitten wir interessierte Bauherren, sich zeitnah mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung zu setzen!

Beratung:
Haben Sie Fragen zur Förderung, zur Architektur, Gestaltung, Abbruch, Neubau, Sanierung, Modernisierung oder zur Energetik Ihres Gebäudes? Im Zuge des aktuellen Innenentwicklungsprozesses werden interessierte Bauherren im Auftrag der Gemeinde durch folgende Fachbüros beraten:
Architektur- und Stadtplanungsbüro Roland Groß sowie Büro Leitz, Verwaltung & Wirtschaft (Wirtschaftsförderung der Gemeinde Hohentengen), Energieagentur Sigmaringen (Kostenbeitrag 20,-€)
Kontakt, Auskünfte und Anmeldung zur Beratung:
Hauptamtsleiter Alexander Bea, Tel. 07572/7602-25
E-Mail: bea@hohentengen-online.de
Wirtschaftsförderer Alexander Leitz, Tel. 07371/961109
E-Mail: leitz@verwaltung-wirtschaft.de

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